Buchläden in Japan: Miyawakishoten Kashimadai, Manga und Light Novels

Buchläden in Japan: Miyawakishoten Kashimadai, Manga und Light Novels

Buchläden in Japan sind Oasen der Ruhe: klar sortiert, angenehm klimatisiert und voll mit Wissen, Bildern und Geschichten. Von Fachliteratur über Magazine bis zu Light Novels und Manga ist alles vertreten. In diesem Beitrag erfährst du, was japanische Buchläden ausmacht, worauf du beim Kauf achten solltest, und wir stellen dir den Laden unseres Vertrauens in Kashimadai vor.

Was japanische Buchläden besonders macht

Viele Läden tragen das Zeichen für Buch gut sichtbar an der Fassade. Innen herrscht eine ruhige, konzentrierte Atmosphäre, die Regale sind nach Genre, Verlag und Reihe geordnet. Neben Büchern gibt es fast immer Hefte, Notizbücher, Stifte, Kalender und Lernmaterialien.

Ein Punkt, der viele überrascht: In Japan gilt eine Buchpreisbindung. Neue Bücher kosten überall dasselbe, egal ob im kleinen Laden auf dem Land oder in der großen Kette in Tokio. Preisvergleiche bringen also nichts, und genau deshalb überleben auch kleine Buchhandlungen in kleinen Orten.

Regale in einem japanischen Buchladen

Formate und Genres

  1. Bunkobon: handliches Taschenbuchformat für unterwegs, sehr günstig.
  2. Tankobon: gebundene Einzelbände, bei Manga das Standardformat.
  3. Mook: Mischung aus Magazin und Buch, beliebt für Mode, Design und Küche.
  4. Light Novels: kurzweilige Romane mit Illustrationen, oft Vorlage für Anime-Serien.
  5. Manga: von Klassikern bis Neuerscheinungen, sortiert nach Verlag und Reihe.

Wichtig beim Manga-Kauf: Neue Bände sind meist in Folie eingeschweißt, du kannst also nicht hineinblättern. Oft liegt dafür ein Leseexemplar aus. Und falls du zum ersten Mal ein japanisches Manga in der Hand hältst: Gelesen wird von rechts nach links, du beginnst also auf der für uns hinteren Seite.

Manga-Abteilung in einem japanischen Buchladen

Der Buchumschlag an der Kasse

An der Kasse wirst du gefragt, ob du einen Umschlag möchtest. Das ist eine sehr japanische Sitte: Das Personal schlägt dein Buch in Sekunden in ein Papier ein, kostenlos und passgenau. Ursprünglich diente das dazu, dass Mitreisende in der Bahn nicht sehen, was man liest.

Die Umschläge sind je Laden unterschiedlich gestaltet, manche Leute sammeln sie. Wenn du eine Erinnerung mitnehmen willst, sag ruhig ja.

Wo du was findest

  • Große Ketten haben in den Städten meist eine Abteilung mit fremdsprachigen Büchern, dort findest du auch englische Titel über Japan.
  • Designorientierte Läden verbinden Bücher mit Café und laden zum Verweilen ein, das bekannteste Beispiel steht in Daikanyama in Tokio.
  • Gebrauchtbuchketten sind der beste Tipp für Reisende: Dort gibt es Manga in sehr gutem Zustand oft für rund hundert Yen pro Band. Für Sammler ist das die günstigste Art, eine Reihe zu beginnen.
  • Antiquariatsviertel: In Tokio liegt in Jimbocho ein ganzes Viertel voller Antiquariate.

Der Buchladen unseres Vertrauens in Kashimadai

Miyawakishoten Kashimadaiten ist eine Filiale einer landesweiten Kette und genau das, was wir an japanischen Buchläden mögen: überschaubar, sehr gut sortiert und angenehm ruhig. Von Fachliteratur und Zeitschriften bis zu Light Novels und Manga ist alles da, dazu die übliche Schreibwarenecke.

Innenansicht von Miyawakishoten Kashimadaiten

Zum Standort auf Google Maps

Mehr über den Ort selbst findest du in unserem Beitrag über Kashimadai.

Tipps für den Besuch

  1. Zeig dem Personal ein Foto des Covers auf dem Handy, das ist der schnellste Weg zum richtigen Regal.
  2. Notier dir Titel in japanischer Schreibweise oder nimm die ISBN mit.
  3. Vergiss die Schreibwarenabteilung nicht. Japanische Stifte und Notizbücher gehören zum Besten, was es gibt, und sind günstig.
  4. Denk ans Gewicht. Bücher sind schwer, und Bildbände ruinieren jedes Kofferbudget. Der Gepäckversand hilft.
  5. Ab einem bestimmten Einkaufswert kannst du in größeren Häusern steuerfrei kaufen, dazu brauchst du deinen Reisepass.

Schreibwaren und Notizbücher im Buchladen

Was sich als Mitbringsel eignet

  • Bildbände zu Architektur, Fotografie oder Typografie, gestalterisch oft herausragend
  • Kochbücher zu regionalen Küchen, auch ohne Sprachkenntnisse durch die Fotos verständlich
  • Manga in der Originalsprache, als Erinnerung oder zum Sprachenlernen
  • Notizbücher und Stifte, leicht und immer willkommen

Häufige Fragen

Sind Bücher in Japan überall gleich teuer? Bei Neuerscheinungen ja, es gilt eine Preisbindung. Gebrauchte Bücher sind deutlich günstiger.

Kann ich in Manga hineinblättern? Meist nicht, sie sind eingeschweißt. Oft liegt ein Leseexemplar aus.

Gibt es Bücher auf Englisch? In großen Städten ja, in größeren Filialen gibt es eigene Abteilungen.

Was ist der Umschlag an der Kasse? Ein kostenloser Papierschutz fürs Buch, je Laden unterschiedlich gestaltet.

Wo bekomme ich günstige Manga? In den Gebrauchtbuchketten, dort kosten viele Bände nur rund hundert Yen.

Fazit

Buchläden in Japan sind mehr als Verkaufsräume, sie sind Orte zum Verweilen. Die Mischung aus Vielfalt, Ordnung und Ruhe macht jeden Besuch angenehm, und mit ein wenig Vorwissen über Formate, Folie und den Umschlag an der Kasse macht das Stöbern gleich doppelt Spaß. Auch in einem kleinen Ort wie Kashimadai.

Passend zur Lesezeit

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Japanische Snacks im Shiga Food Online-Shop

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