Führerscheinübersetzung für Japan: So klappt’s in München (ADAC)
Teilen
Wer in Japan selbst fahren möchte, braucht als Deutscher eine offizielle Übersetzung des Führerscheins ins Japanische. Der internationale Führerschein hilft dabei nicht weiter, er wird in Japan schlicht nicht anerkannt. In diesem Beitrag erfährst du, warum das so ist, wie du die Übersetzung bekommst, was sie kostet und wie lange sie gilt.
Warum der internationale Führerschein nicht reicht
Der Grund ist ein völkerrechtlicher: Es gibt zwei verschiedene Abkommen über den Straßenverkehr. Deutschland stellt seinen internationalen Führerschein nach dem neueren Abkommen aus, Japan erkennt aber nur das ältere von 1949 an. Beide passen nicht zusammen.
Deshalb gilt für Deutsche in Japan: nationaler Führerschein plus amtliche japanische Übersetzung. Das ist keine Formsache. Ohne diese Papiere bekommst du am Mietwagenschalter kein Auto, und wer trotzdem fährt, ist ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs.
Wichtig für Österreich und die Schweiz: Dort ist es genau umgekehrt. Beide Länder sind Vertragsstaaten des älteren Abkommens, deshalb reicht dort der klassische internationale Führerschein aus. Eine Übersetzung brauchst du in dem Fall nicht.
Wo du die Übersetzung bekommst
In Deutschland
Zuständig ist der ADAC Südbayern in München, der als einzige Stelle in Europa dafür lizenziert ist. Du musst dazu nicht nach München fahren, der Antrag geht auch auf dem Postweg aus ganz Deutschland.
- Was du brauchst: deinen deutschen Führerschein in Kopie, Vorder- und Rückseite, sowie ein Ausweisdokument.
- Kosten: rund 65 Euro, mit Rückversand per Post etwa 70 Euro. Prüf die aktuellen Sätze auf der Seite des ADAC.
- Dauer: Vor Ort geht es oft sehr schnell, per Post solltest du mehrere Werktage einplanen.
Unser Rat: Kümmer dich mindestens drei bis vier Wochen vor Abflug darum. Es ist ärgerlich, wegen eines fehlenden Blatts Papier auf den Mietwagen verzichten zu müssen.
In Japan
Du kannst die Übersetzung auch vor Ort beim japanischen Automobilverband JAF beantragen. Das kostet rund 4.000 Yen und ist eine gute Lösung, wenn du es vorher vergessen hast.
Zwei Einschränkungen: Nicht jede Geschäftsstelle stellt sie sofort aus, und du brauchst einen Termin oder Zeitpuffer. Plane das nicht für den Ankunftstag ein, wenn du direkt weiterfahren willst.
Wie lange sie gilt
- Die Übersetzung ist ab Ausstellung ein Jahr gültig.
- Unabhängig davon darfst du mit dieser Regelung höchstens ein Jahr lang in Japan fahren. Wer länger bleibt, braucht eine japanische Fahrerlaubnis.
- Für eine spätere Reise brauchst du eine neue Übersetzung.
Was du beim Fahren dabeihaben musst
Diese drei Dokumente gehören zusammen ins Auto:
- den deutschen Führerschein im Original
- die japanische Übersetzung
- deinen Reisepass
Bei einer Kontrolle wird alles drei verlangt, und der Mietwagenanbieter prüft es ebenfalls bei der Übernahme. Eine Kopie oder ein Foto auf dem Handy reicht nicht.
Häufige Fragen
Reicht der internationale Führerschein? Für Deutsche nicht. Für Österreicher und Schweizer dagegen ja.
Muss ich nach München fahren? Nein, der Antrag geht auch per Post.
Was kostet es? Rund 65 Euro in Deutschland, etwa 4.000 Yen beim JAF in Japan.
Wie lange gilt die Übersetzung? Ein Jahr ab Ausstellung.
Kann ich sie noch in Japan bekommen? Ja, beim JAF, aber mit Zeitpuffer. Verlass dich nicht auf den Ankunftstag.
Fazit
Die Übersetzung ist kein großer Aufwand, aber sie muss vorher erledigt sein. Ein Antrag per Post, rund 65 Euro und ein paar Werktage Geduld, und du kannst in Japan legal fahren. Wer das vergisst, steht am Schalter und fährt Zug.
Weiterlesen zum Autofahren in Japan
- Auto mieten in Japan: Regeln und Hinweise für Reisende
- Kei Car mieten: Kosten, Versicherung und Checkliste
- Kei Cars: die Lieblinge auf Japans Straßen
Japan-Geschmack für die Fahrt
In unserem Shiga Food Onlineshop findest du japanische Snacks, Süßigkeiten und Matcha und Grüntee, direkt aus Japan importiert.
