Sapporo entdecken: Jyogai Ichiba, Botanischer Garten und Mount Moiwa
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Im zweiten Teil unserer Sapporo-Reihe geht es um drei Orte, die zusammen einen sehr guten Tag ergeben: einen Fischmarkt zum Frühstücken, einen Garten mitten in der Stadt und einen Berg mit einem der schönsten Nachtblicke Japans. Wenn du Teil 1 mit Anreise und Innenstadt noch nicht kennst, fängst du am besten dort an.
Der Fischmarkt Jyogai Ichiba
Der Jyogai Ichiba liegt westlich des Zentrums neben dem Großmarkt und ist der Ort, an dem Hokkaidos Meeresfrüchte zusammenkommen. Erreichbar ist er mit der Tozai-U-Bahn bis Nijuyonken, von dort sind es wenige Gehminuten.
Der wichtigste Hinweis: Das ist ein Markt, kein Ausgehviertel. Die Stände öffnen sehr früh am Morgen, viele schließen bereits am frühen Nachmittag. Wer abends kommt, steht vor verschlossenen Türen. Plan den Besuch als Frühstück oder frühen Mittag ein.
Typisch für Hokkaido sind hier:
- Krabben in mehreren Arten, von der Königskrabbe bis zur Haarkrabbe
- Lachsrogen, auf Japanisch Ikura
- Seeigel, Uni, im Sommer besonders gut
- Jakobsmuscheln und Tintenfisch
- Melonen, Mais und Kartoffeln aus der Region
Wir haben dort ein Kani Don gegessen, eine Reisschüssel mit frischem Krabbenfleisch und Rogen, direkt vor unseren Augen zubereitet. Geschmacklich eines der Highlights der ganzen Reise.
Zum Vergleich: Im Zentrum liegt zusätzlich der kleinere Nijo-Markt. Er ist bequemer zu erreichen, aber deutlich touristischer und teurer.






Der Botanische Garten
Der Garten gehört zur Universität Hokkaido und liegt mit gut 13 Hektar mitten in der Stadt, nur rund zehn Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt. Angelegt wurde er Ende des 19. Jahrhunderts, entsprechend alt ist der Baumbestand.
Sehr wichtig für die Planung: Der Garten ist ein Sommerziel. Er öffnet erst im Frühjahr und schließt im Herbst, im Winter ist nur ein kleiner Teil mit dem Gewächshaus zugänglich. Wer im Februar zum Schneefestival kommt, sollte das einplanen. Montags ist ohnehin geschlossen.
- Eintritt rund 420 Yen für Erwachsene
- Geöffnet in der Regel ab 9 Uhr, Schlusszeiten je nach Jahreszeit
Die Anlage ist in Themenbereiche gegliedert, unter anderem Rosengarten, Fliederallee, nordasiatische Pflanzen, ein kanadischer Steingarten und ein Gewächshaus. Dazu kommen Wiesen und Teiche zum Verweilen.
Auf dem Gelände stehen zwei kleine Museen: eines zur Naturkunde Hokkaidos, in dem unter anderem der präparierte Schlittenhund Taro zu sehen ist, berühmt geworden durch eine japanische Antarktisexpedition, und eines zur Kultur der Ainu und anderer nördlicher Völker.





Der Mount Moiwa
Der 531 Meter hohe Hausberg im Südwesten bietet den bekanntesten Ausblick der Stadt. Der Nachtblick von dort zählt in Japan offiziell zu den drei schönsten des Landes.
So kommst du hinauf:
- Mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle Ropeway Iriguchi. Von dort fährt ein kostenloser Shuttlebus zur Talstation, zu Fuß sind es rund zehn Minuten bergauf.
- Die Seilbahn bringt dich zur Mittelstation. Von dort geht es mit einer kleinen, steilen Standseilbahn weiter zum Gipfel. Beides ist im Ticket enthalten.
- Hin- und Rückfahrt kosten rund 2.100 Yen für Erwachsene, Kinder etwa die Hälfte.
- Geöffnet ist je nach Saison etwa ab 10:30 oder 11 Uhr bis 22 Uhr.
Oben gibt es eine Aussichtsterrasse, ein Restaurant und ein kleines Planetarium. Beliebt ist die Glücksglocke, an deren Geländer Paare Vorhängeschlösser anbringen.
Zwei Tipps: Komm rund eine Stunde vor Sonnenuntergang, dann siehst du die Stadt bei Tageslicht und im Lichtermeer. Und prüf vorher den Betrieb, die Seilbahn hat feste Wartungstage und fährt bei starkem Wind nicht.




So planst du den Tag
- Früh zum Jyogai Ichiba, dort frühstücken mit Meeresfrüchten.
- Vormittags in den Botanischen Garten, sofern Saison ist.
- Nachmittags Innenstadt oder ein Museum.
- Eine Stunde vor Sonnenuntergang hinauf auf den Mount Moiwa.
Häufige Fragen
Wann hat der Fischmarkt geöffnet? Sehr früh am Morgen bis zum frühen Nachmittag. Abends ist geschlossen.
Kann ich den Botanischen Garten im Winter besuchen? Nur eingeschränkt, dann ist im Wesentlichen das Gewächshaus zugänglich.
Was kostet der Mount Moiwa? Rund 2.100 Yen für Hin- und Rückfahrt inklusive der kleinen Bahn zum Gipfel.
Lohnt sich der Berg auch tagsüber? Ja, aber der Nachtblick ist der Grund, warum alle hinauffahren. Am besten beides.
Welcher Markt ist besser? Der Jyogai Ichiba ist größer und günstiger, der Nijo-Markt zentraler und touristischer.
Fazit
Dieser Tag zeigt Sapporo von seiner besten Seite: morgens eine Schüssel Reis mit Krabbe, mittags Ruhe unter alten Bäumen, abends die ganze Stadt als Lichtermeer unter dir. Wichtig ist nur die Reihenfolge, denn Markt und Garten schließen früher, als man denkt.
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