Sendai erleben: Aussicht, Ramen und ein selbst bemalter Bär

Sendai erleben: Aussicht, Ramen und ein selbst bemalter Bär

Sendai ist die größte Stadt der Tohoku-Region, wirkt mit über einer Million Einwohnern aber erstaunlich ruhig. Man kommt schnell von A nach B, und selbst im Zentrum bleibt es entspannt. In diesem Beitrag stellen wir dir vier sehr unterschiedliche Dinge vor, die zusammen einen guten Tag ergeben: eine kostenlose Aussicht, einen kreativen Workshop, unser Lieblings-Ramen-Lokal und einen Universitätscampus.

Kostenlose Aussicht vom AER-Tower

Direkt am Hauptbahnhof steht das AER-Gebäude, ein Hochhaus mit einer Aussichtsplattform im 31. Stock. Der Eintritt ist frei, und das ist in Japan selten genug.

Von oben siehst du über die ganze Stadt, bei klarer Sicht bis zu den Bergen im Westen und Richtung Meer im Osten. Angenehm ist vor allem, wie leer es dort meist ist. Mit etwas Glück stehst du allein am Fenster.

  • Geöffnet ist in der Regel tagsüber bis in den frühen Abend, an Feiertagen können die Zeiten abweichen.
  • Es gibt zwei Seiten mit unterschiedlicher Blickrichtung, geh einmal um die Etage herum.
  • Am schönsten ist es kurz vor Sonnenuntergang, dann liegt die Stadt im warmen Licht.

Panoramablick vom AER-Tower über SendaiAussichtsplattform im AER-Tower

Eine eigene Figur bemalen

Wer etwas Selbstgemachtes mit nach Hause nehmen will, findet in Sendai ein kleines Atelier, in dem du deine eigene Figur bemalen kannst, zum Beispiel einen Bären oder eine Katze. Gebucht wird vorab online über die Reservierungsplattform Coubic, spontan hineinzugehen funktioniert nicht.

  • Kleinere Figuren kosten rund 2.500 Yen.
  • Farben und Material werden gestellt.
  • Wichtig: Die Figur muss etwa 24 Stunden trocknen. Mach den Workshop also am ersten Tag deines Aufenthalts, sonst kannst du sie nicht mitnehmen.
  • Die Anleitung läuft auf Japanisch, ist aber weitgehend selbsterklärend. Eine Übersetzungs-App hilft bei Rückfragen.

Selbst bemalte Figur aus dem Workshop in SendaiKreativ-Workshop in Sendai

Ramen bei Mizuhara Seimen

Sendai ist vor allem für Gyutan, also gegrillte Rinderzunge, bekannt. Wer aber Ramen mag, sollte zu Mizuhara Seimen gehen. Der Laden gehört zu einer Nudelmanufaktur, die Nudeln werden also im Haus hergestellt, und das schmeckt man.

So funktioniert das Bestellen, falls du zum ersten Mal in einem japanischen Nudellokal bist: Am Eingang steht ein Automat. Du wirfst Geld ein, wählst dein Gericht über die Tasten, nimmst den Bon und gibst ihn am Tresen ab. Danach setzt du dich einfach hin. Bezahlt wird also vorher, Trinkgeld gibt es nicht.

Im Lokal sitzen vor allem Einheimische, Studierende und Angestellte aus der Umgebung. Preiswert, unkompliziert und genau deshalb gut.

Frische Ramen bei Mizuhara Seimen in Sendai

Der Campus der Tohoku-Universität

Zum Abschluss lohnt ein Spaziergang über den Campus der Tohoku-Universität. Sie wurde 1907 gegründet, gehört zu den angesehensten Hochschulen Japans und hat einen offenen, grünen Campus, den du frei betreten kannst.

Ein historisches Detail am Rande: Die Universität nahm 1913 als erste in Japan Frauen zum regulären Studium auf, was damals heiß umstritten war.

Zwischen Gebäuden, Wiesen und alten Bäumen findest du ruhige Ecken zum Sitzen, dazu ein Universitätsmuseum. Ein anderer Blick auf die Stadt, ganz ohne Eintritt.

Campus der Tohoku-UniversitätGrüner Campus der Tohoku-Universität

So planst du den Tag

  1. Morgens den Workshop, damit die Figur bis zur Abreise trocknen kann.
  2. Mittags Ramen oder Gyutan.
  3. Nachmittags über den Campus spazieren.
  4. Kurz vor Sonnenuntergang hinauf in den AER-Tower.

Häufige Fragen

Kostet die Aussicht im AER-Tower etwas? Nein, die Plattform im 31. Stock ist kostenlos.

Muss ich den Workshop vorab buchen? Ja, online über die Reservierungsplattform. Und plane die Trockenzeit von etwa 24 Stunden ein.

Wie bestelle ich im Ramen-Laden? Am Automaten am Eingang, dort zahlst du und bekommst einen Bon, den du am Tresen abgibst.

Darf ich den Campus betreten? Ja, die Außenbereiche sind frei zugänglich.

Reicht ein Tag für Sendai? Für diese Route ja. Mit Burgberg, Zuihoden und Museum solltest du zwei Tage einplanen.

Fazit

Sendai ist groß, aber nicht überfordernd. Genau das macht die Stadt angenehm: eine kostenlose Aussicht über die Dächer, ein Nachmittag mit Pinsel und Farbe, eine Schüssel frisch gemachter Nudeln und ein Campus, auf dem sich niemand daran stört, dass du dort spazieren gehst. Ein Tag, der nichts kostet außer Essen und Farbe.

Japan-Geschmack für zu Hause

In unserem Shiga Food Onlineshop findest du japanische Snacks, Süßigkeiten und Matcha und Grüntee, direkt aus Japan importiert.

Japanische Snacks im Shiga Food Online-Shop

Weitere Ziele in Sendai und Umgebung

Entdecke weitere Reisetipps und Orte in Sendai und Umgebung:

Zurück zum Blog

Hinterlasse einen Kommentar