Zao Fox Village (Miyagi): Anfahrt, Preise und Tipps für deinen Besuch
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Im Zao Fox Village in Shiroishi in der Präfektur Miyagi leben über hundert Füchse auf einem weitläufigen, bewaldeten Berggelände, darunter mehrere Arten und Farbvarianten. Das Besondere: Im Hauptgehege läufst du zwischen den Tieren umher. In diesem Beitrag findest du alles zur Planung, dazu die Regeln, die dort wirklich wichtig sind.
Anfahrt
Mit dem Mietwagen ist es am einfachsten, ab Sendai rund 50 Minuten. Wir hatten ein Kei-Car, das reicht völlig. Denk daran, dass Deutsche in Japan ihren nationalen Führerschein plus offizielle japanische Übersetzung brauchen.
Ohne Auto fährst du mit der Bahn bis Shiroishi, von dort sind es noch rund 20 Minuten den Berg hinauf. Öffentliche Busse verkehren nur sehr eingeschränkt, die meisten Besucher nehmen ein Taxi.
Der wichtigste organisatorische Tipp: Klär die Rückfahrt, bevor du hochfährst. Oben am Gelände warten keine Taxis, und Mobilfunkempfang ist nicht überall selbstverständlich. Lass dir am besten von deinem Fahrer eine Zeit zusagen oder eine Nummer geben.


Öffnungszeiten, Eintritt, Bezahlung
- Geöffnet in der Regel von 9 bis 16 Uhr, mittwochs geschlossen
- Eintritt rund 1.500 Yen pro Person, Grundschüler und jünger frei
- Am Eingang wird nur bar bezahlt. Auf dem Berg gibt es keinen Geldautomaten, heb also vorher in der Stadt ab. Im Souvenirladen kannst du dagegen mit Karte zahlen.
- Zeiten und Preise ändern sich saisonal, ein Blick auf die offizielle Seite vor der Fahrt lohnt sich
Wann du kommen solltest
Das entscheidet darüber, wie deine Fotos aussehen:
- Winter, etwa Dezember bis März: die beste Zeit. Die Füchse haben dann ihr dichtes Winterfell, dazu liegt oft Schnee. Das sind die Bilder, die man von diesem Ort kennt.
- Frühjahr: Zwischen etwa April und Juni kommen die Jungtiere zur Welt.
- Sommer: Die Tiere haaren, sehen struppig aus und schlafen bei Hitze den größten Teil des Tages. Wer nur wegen der Fotos kommt, wird enttäuscht.
Das Gelände liegt am Hang und ist nicht befestigt. Bei Regen und Tauwetter wird es matschig, feste Schuhe sind Pflicht, im Winter zusätzlich rutschfeste Sohlen.


Die Regeln, und warum sie ernst gemeint sind
Das sind keine Streicheltiere, sondern Füchse mit sehr scharfen Zähnen. Bisse kommen vor, und das Personal weist am Eingang ausdrücklich darauf hin. Diese Punkte solltest du dir merken:
- Geh nicht in die Hocke und beug dich nicht zu den Tieren hinunter. Auf Kopfhöhe wirst du interessant.
- Fass die frei laufenden Füchse nicht an, auch nicht, wenn einer neben dir stehen bleibt.
- Lass nichts baumeln. Schals, Rucksackriemen, Anhänger und Kameragurte werden gern geschnappt. Halte Taschen geschlossen und dicht am Körper.
- Füttern nur an der dafür vorgesehenen Stelle. Es gibt einen erhöhten Bereich, an dem du gekauftes Futter von oben hinunterwirfst. Aus der Hand oder auf Bodenhöhe zu füttern, ist verboten, und zwar aus gutem Grund.
- Kinder gehören an die Hand oder auf den Arm, im Hauptgehege gelten teils Altersbeschränkungen.
Wer sich daran hält, hat einen entspannten Besuch. Wer es nicht tut, geht mit einer Bisswunde nach Hause.
Kuschelshows und weitere Tiere
Zu festen Zeiten, meist gegen 11 und 14 Uhr, gibt es gegen Aufpreis die Möglichkeit, einen an Menschen gewöhnten Fuchs auf dem Schoß zu halten. Dabei ist immer Personal dabei, und die Tiere werden nur kurz eingesetzt. Daneben leben auf dem Gelände Kaninchen und Ponys, dazu steht dort ein kleiner Inari-Schrein, was gut passt, denn Füchse gelten im Shinto als Boten der Gottheit Inari.


Ein Wort zum Tierschutz
Wir finden den Ort sehenswert, wollen aber nicht verschweigen, dass er umstritten ist. Das Gelände ist groß und bewaldet, die Tiere haben Auslauf und Rückzugsorte, es bleibt aber eine Anlage, die von Besuchern lebt. Wer hinfährt, kann zumindest das Seine tun: die Regeln einhalten, nicht bedrängen, kein eigenes Futter mitbringen und schlafende Tiere schlafen lassen.
Häufige Fragen zum Zao Fox Village
Darf ich die Füchse anfassen? Im Hauptgehege nein. Nur bei der kostenpflichtigen Show unter Aufsicht.
Wie komme ich ohne Auto hin? Mit der Bahn bis Shiroishi und von dort mit dem Taxi, rund 20 Minuten. Kläre die Rückfahrt vorher.
Kann ich mit Karte zahlen? Am Eingang nicht, dort gilt Bargeld. Im Shop ja.
Wann ist die beste Zeit? Der Winter, wegen des dichten Fells und des Schnees. Im Sommer sind die Tiere struppig und träge.
Ist das etwas für kleine Kinder? Mit Vorsicht. Kinder müssen an der Hand bleiben, in Teilen des Geländes gelten Altersgrenzen.
Fazit
Zwischen hundert Füchsen über einen verschneiten Berghang zu gehen, ist ein Erlebnis, das es so kaum ein zweites Mal gibt. Wichtig sind nur drei Dinge: Bargeld einstecken, feste Schuhe anziehen und sich an die Regeln halten. Dann bleibt es eine schöne Erinnerung und nicht die Geschichte von dem Tag, an dem dich ein Fuchs gebissen hat.
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