Tokyo Tower bei Nacht: Aussicht, Lichtshows und die besten Fotospots
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Wenn Tokio nach Sonnenuntergang zur Lichterstadt wird, leuchtet der Tokyo Tower über dem Bezirk Minato wie ein Leuchtturm. Von den Aussichtsebenen siehst du die Stadt in alle Richtungen, und draußen steht die bekannteste Silhouette Japans. In diesem Beitrag findest du Preise, Zeiten, den Vergleich mit dem Skytree und die besten Stellen, um den Turm selbst zu fotografieren.

Ein Turm mit Geschichte
Der Tokyo Tower wurde 1958 fertiggestellt, in einer Zeit, in der Japan sich nach dem Krieg neu aufbaute. Mit 333 Metern war er damals das höchste freistehende Bauwerk des Landes und ein Symbol des Aufbruchs.
Das Vorbild ist unverkennbar der Eiffelturm, der Tokyo Tower ist allerdings ein Stück höher und wiegt dabei nur etwa halb so viel, weil er aus deutlich leichterem Stahl gebaut wurde. Ein Teil davon stammte aus eingeschmolzenen Panzern.
Die auffällige Farbgebung in Weiß und Orange ist kein Designgag, sondern Vorschrift für die Flugsicherheit. Etwa alle fünf Jahre wird der Turm komplett neu gestrichen, das dauert rund ein Jahr.
Anfahrt
- Akabanebashi an der Oedo-Linie
- Kamiyacho an der Hibiya-Linie
- Onarimon oder Shibakoen an der Toei-Mita-Linie
Von allen Stationen sind es nur wenige Gehminuten, die Wege sind gut ausgeschildert.

Preise und Öffnungszeiten
- Main Deck auf 150 Metern: Erwachsene rund 1.500 Yen, Schüler 1.200 Yen, Kinder 900 Yen, ab vier Jahren 600 Yen.
- Top Deck Tour bis 250 Meter: eigener, deutlich höherer Tarif, nur mit Zeitfenster und Voranmeldung. Online gebucht ist es meist etwas günstiger als vor Ort.
- Geöffnet ist das Main Deck in der Regel von 9 bis 23 Uhr, letzter Einlass 22:30 Uhr. Die Top Deck Tour endet etwas früher.
Auf dem Main Deck gibt es Glasböden, durch die du senkrecht nach unten schaust. Für manche der Nervenkitzel des Besuchs, für andere der Grund, den Bereich großräumig zu umgehen.

Lichtshows und Beleuchtung
Auf dem Main Deck laufen abends wechselnde Lichtprojektionen, die im normalen Aussichtsticket enthalten sind. Die Themen wechseln mit den Jahreszeiten, im Herbst gibt es eine Halloween-Ausgabe, im Winter eine weihnachtliche. Weil sich Programm und Zeiten jedes Jahr ändern, lohnt vor dem Besuch ein Blick auf die offizielle Seite.
Auch der Turm selbst wird abends beleuchtet, und die Farbe wechselt mit der Jahreszeit: warmes Orange in den kühleren Monaten, kühleres Weiß im Sommer. Zu besonderen Anlässen leuchtet er in Sonderfarben.
Tokyo Tower oder Skytree?
Die Frage stellt sich fast jedem. Kurz gesagt:
- Der Skytree ist mit über 600 Metern deutlich höher, die Aussicht reicht weiter, dafür ist er teurer und die Stadt liegt sehr weit unter dir.
- Der Tokyo Tower ist günstiger, du bist näher an den Straßen, und die Stadt wirkt greifbarer. Dazu kommt der nostalgische Charme.
- Und der wichtigste Punkt: Vom Skytree aus siehst du den Tokyo Tower. Vom Tokyo Tower aus siehst du ihn nicht. Wenn dir das Bauwerk selbst wichtig ist, plan es also von außen ein.
Die besten Stellen für Fotos vom Turm
- Der Tempel Zojo-ji gleich nebenan. Das große Holztor mit dem Turm dahinter ist das klassische Motiv Tokios, kostenlos und besonders schön zur blauen Stunde.
- Die Kreuzung bei Akabanebashi, von wo aus der Turm frontal und in voller Höhe im Bild steht.
- Der Shiba-Park mit Grün im Vordergrund.
Am schönsten ist die Zeit rund 30 Minuten nach Sonnenuntergang, wenn der Himmel noch blau ist und die Beleuchtung bereits an.
Gut kombinierbar
Der Zojo-ji ist der Haupttempel einer buddhistischen Schule und war die Familiengrabstätte der Tokugawa. Das Gelände ist frei zugänglich und braucht keine halbe Stunde. Ebenfalls in der Nähe liegt Azabudai Hills, das eine weitere Aussicht bietet.
Häufige Fragen zum Tokyo Tower
Was kostet der Eintritt? Rund 1.500 Yen für das Main Deck, die Top Deck Tour deutlich mehr und nur mit Zeitfenster.
Wann ist die beste Zeit? Kurz vor Sonnenuntergang, dann siehst du die Stadt bei Tag und im Licht.
Tokyo Tower oder Skytree? Der Skytree für die Höhe, der Tokyo Tower für Nähe, Preis und Nostalgie.
Muss ich vorab buchen? Fürs Main Deck nicht, für die Top Deck Tour ja.
Wo mache ich das beste Foto vom Turm? Am Tempel Zojo-ji nebenan, mit dem Holztor im Vordergrund.
Fazit
Der Tokyo Tower ist kein Rekordhalter mehr, aber genau das macht ihn sympathisch: ein Bauwerk von 1958, das aus dem Wiederaufbau stammt, mitten in der Stadt steht und abends in Orange leuchtet. Wer oben war, hat eine gute Aussicht gesehen. Wer sich davor an den Tempel stellt, hat das Bild, das jeder mit Tokio verbindet.
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