Der Tokyo Skytree vor blauem Himmel im Tokioter Stadtteil Sumida

Tokyo Skytree: So kommst du hin, was dich oben erwartet und warum er ein Tokio-Highlight ist

Der Tokyo Skytree ist Tokios moderner Riese: Sendeturm, Aussichtsplattform und Ausflugsziel in einem. Mit 634 Metern gilt er als höchster Turm der Welt, und kaum irgendwo begreifst du die schiere Größe Tokios so gut wie hier oben. In diesem Guide liest du, wie du hinkommst, was Tickets kosten und wie du den Besuch am besten planst.

So kommst du zum Tokyo Skytree

Der Skytree steht im Stadtteil Sumida und ist unkompliziert erreichbar, du landest praktisch direkt in Skytree Town. Am nächsten liegt die Station Tokyo Skytree an der Tobu Skytree Line, direkt am Eingang des Areals. Genauso gut funktioniert Oshiage, wo unter anderem die Asakusa Line und die Hanzomon Line halten, von dort ist der Weg gut ausgeschildert. Und wenn du ohnehin in Asakusa unterwegs bist, läufst du in rund 20 Minuten über den Sumida-Fluss hinüber, ein schöner Spaziergang mit dem Turm ständig im Blick.

Was ist der Tokyo Skytree?

Der Tokyo Skytree wurde gebaut, um den digitalen Rundfunk der Region mit einem höheren Sendemast zu versorgen, und sollte zugleich ein neues Wahrzeichen für Tokio werden. Am 22. Mai 2012 öffnete er für Besucher. Die Höhe von exakt 634 Metern ist übrigens kein Zufall: Die Ziffern 6, 3 und 4 lassen sich auf Japanisch als Mu, Sa und Shi lesen, eine Anspielung auf Musashi, den historischen Namen der Region rund um Tokio.

Der Tokyo Skytree ragt über den Stadtteil Sumida

Aussicht: Tembo Deck und Tembo Galleria

Das Beste am Skytree ist natürlich der Blick, und du hast zwei Bereiche, die sich unterschiedlich anfühlen. Das Tembo Deck auf 350 Metern ist der große Panoramapunkt mit Rundumblick, Glasboden-Abschnitt und Café. Die Tembo Galleria beginnt auf 445 Metern und führt als verglaster Spiralgang sanft nach oben, mit dem Gefühl, durch den Himmel zu laufen. Ihr höchster für Besucher zugänglicher Punkt ist der Sorakara Point auf gut 451 Metern.

Blick von einem Aussichtsdeck des Tokyo Skytree über Tokio

Bei klarer Sicht wirkt Tokio von hier endlos, an guten Tagen zeigt sich in der Ferne sogar der Fuji, am ehesten vormittags. Nach Sonnenuntergang verwandelt sich die Stadt in ein Meer aus Lichtern. Der beliebteste Zeitpunkt ist die Stunde vor Sonnenuntergang, dann bekommst du Tagblick, Abendrot und Nachtpanorama in einem Besuch.

Der Tokyo Skytree bei Tageslicht vor der Skyline

Tickets und Öffnungszeiten

Die Preise sind tagesabhängig: Werktage sind günstiger als Wochenenden und Feiertage, und online im Voraus zahlst du weniger als an der Kasse. Für das Tembo Deck starten die Online-Preise für Erwachsene bei rund 1.800 Yen, das Kombiticket mit der Tembo Galleria gibt es ab rund 3.000 Yen. Die Galleria lässt sich nicht einzeln besuchen, du buchst entweder das Kombiticket oder buchst oben nach. Mit dem Online-Ticket reservierst du zugleich ein Zeitfenster und sparst dir die Schlange am Schalter, gerade die Sonnenuntergangs-Slots sind schnell weg.

Geöffnet ist in der Regel bis 22 Uhr, der letzte Einlass liegt etwa eine Stunde davor. Die genauen Zeiten für deinen Tag prüfst du am besten auf der offiziellen Website.

Skytree Town: Shopping und Aquarium direkt am Turm

Der Skytree ist nicht nur hoch, er ist ein komplettes Ausflugsziel. Am Fuß des Turms liegt das Einkaufszentrum Tokyo Solamachi mit hunderten Shops und Restaurants, ideal für Mitbringsel und eine Essenspause. Ebenfalls in Skytree Town findest du das Sumida Aquarium, das sich gut mit dem Turmbesuch kombinieren lässt, auf der offiziellen Ticketseite gibt es dafür auch Kombi-Angebote.

Häufige Fragen zum Tokyo Skytree

Was kostet der Tokyo Skytree?

Online ab rund 1.800 Yen für das Tembo Deck und ab rund 3.000 Yen für das Kombiticket mit Tembo Galleria, je nach Datum. An der Kasse vor Ort ist es teurer.

Lohnt sich die Tembo Galleria zusätzlich?

Der Blick ist dem vom Tembo Deck ähnlich, aber der verglaste Spiralgang ist ein besonderes Erlebnis und oben ist es meist ruhiger. Wer nur das Panorama will, ist mit dem Tembo Deck gut bedient.

Wann ist die beste Zeit für den Besuch?

Für die Aussicht die Stunde vor Sonnenuntergang, für Fuji-Chancen eher der Vormittag an klaren Tagen. Werktage sind günstiger und leerer als Wochenenden.

Wie viel Zeit sollte ich einplanen?

Für die Aussichtsdecks reichen ein bis zwei Stunden. Mit Bummel durch Solamachi oder einem Abstecher ins Sumida Aquarium wird daraus schnell ein halber Tag.

Skytree oder Tokyo Tower?

Der Skytree ist höher, moderner und liegt näher an Asakusa. Der Tokyo Tower punktet mit Retro-Charme und der Lage im Süden der Stadt. Wer Zeit hat, besucht beide, sie erzählen zwei verschiedene Tokios.

Fazit

Der Tokyo Skytree kombiniert die höchste Aussicht der Stadt mit einem Areal, in dem du dich stundenlang treiben lassen kannst. Zusammen mit Asakusa auf der anderen Flussseite ergibt das einen der schönsten Tage für den Tokio-Einstieg: erst Tempel und Altstadtgassen, dann die Stadt von oben.

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