Tokio in 7 Tagen: Route, Sehenswürdigkeiten, Öffnungszeiten und Preise

Tokio in 7 Tagen: Route, Sehenswürdigkeiten, Öffnungszeiten und Preise

Tokio ist Kontrast pur: jahrhundertealte Schreine neben Wolkenkratzern, Gartenruhe am Nachmittag und Streetfood am Abend. Diese Route führt dich in sieben Tagen von Asakusa bis Shinjuku, mit sinnvollen Wegeketten und, wo möglich, Öffnungszeiten und Preisen. Alle Angaben ohne Gewähr, Zeiten und Preise ändern sich.

Vorbereitung: drei Entscheidungen vorab

Wo du wohnst

Das ist die folgenreichste Entscheidung für eine Woche Tokio, weil du jeden Tag dorthin zurückkehrst:

  • Shinjuku: beste Verkehrsanbindung des Landes, viel Auswahl beim Essen, dafür laut und unübersichtlich.
  • Rund um den Hauptbahnhof: ideal, wenn du Tagesausflüge mit dem Shinkansen planst, abends aber ruhiger.
  • Asakusa und Ueno: deutlich günstiger, traditionelleres Umfeld, dafür längere Wege in den Westen der Stadt.
  • Shibuya: jung und lebendig, gut für Nachtleben, preislich im oberen Bereich.

Welches Ticket

Ein Japan Rail Pass lohnt sich für eine reine Tokio-Woche nicht, er zielt auf lange Strecken.

Innerhalb der Stadt brauchst du eine IC-Karte wie Suica oder Pasmo, mit der du alle Linien nutzt und in vielen Läden bezahlst. Wichtig zu wissen: Die U-Bahn wird von zwei Gesellschaften betrieben, beim Wechsel zwischen ihnen zahlst du zweimal den Grundpreis. Für Reisende gibt es Tagestickets über 24, 48 oder 72 Stunden, die beide Netze abdecken und sich bei vollem Programm schnell rechnen.

Was einzuplanen ist

Rechne ohne Unterkunft mit etwa 60 bis 100 Euro pro Tag und Person für Essen, Nahverkehr und Eintritte. Buche Zeitfenster für Shibuya Sky und teamLab möglichst früh, beide sind regelmäßig ausgebucht.

Tag 1: Von Asakusa nach Ginza

  • Sensoji und Nakamise-dori: Tokios ältester Tempel mit der berühmten Laterne am Donnertor. Die Haupthalle ist meist von 6 bis 17 Uhr geöffnet, im Winter ab 6:30 Uhr, das Gelände ist frei zugänglich. Die Läden der Marktstraße öffnen gegen 10 Uhr. Komm sehr früh, ab dem Vormittag ist es voll.
  • Kappabashi: die Straße der Küchenausstatter, mit Messern, Geschirr und den täuschend echten Speisemodellen. Viele Läden öffnen zwischen 9 und 10 Uhr, manche haben sonntags zu.
  • Sumida-Park: Promenade am Fluss mit Blick auf den Skytree.
  • Mit dem Boot zum Hama-rikyu-Garten: eine entspannte Fahrt durch die Stadt. Der Garten ist meist von 9 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt liegt bei rund 300 Yen.
  • Ginza am Abend: Kaufhäuser, Boutiquen und gute Restaurants.

Straße in Asakusa, Tokio

Tag 2: Ueno mit Museen und Marktgasse

  • Ueno-Park: weitläufig, mit Teichen, Schreinen und mehreren Museen, frei zugänglich.
  • Tokyo National Museum: die größte Sammlung japanischer Kunst und Archäologie. Meist 9:30 bis 17 Uhr, montags geschlossen, Eintritt rund 1.000 Yen.
  • Ameyoko: lebhafte Marktgasse unter den Bahngleisen mit Streetfood, Tee und günstiger Mode, etwa von 10 bis 20 Uhr.

Wenn du mit Kindern reist, tausch das Kunstmuseum gegen das Naturkundemuseum im selben Park.

Ueno-Park in Tokio

Tag 3: Harajuku und Shibuya

  • Meiji-Jingu: ein Schrein in einem dichten Wald mitten in der Stadt, mit gewaltigen Torii aus Zypressenholz. Geöffnet von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, der Eintritt ist frei.
  • Takeshita-dori und Omotesando: bunte Jugendkultur in der einen, elegante Architektur in der anderen Straße.
  • Shibuya Crossing: die berühmteste Kreuzung der Welt, am eindrucksvollsten in der Dämmerung.
  • Shibuya Sky: offene Dachplattform mit Rundumblick, meist 10 bis 22:30 Uhr, letzter Einlass gegen 21:20 Uhr. Die Preise sind dynamisch und liegen zuletzt bei etwa 2.200 bis 2.400 Yen. Vorab online buchen, der Sonnenuntergang ist Wochen im Voraus weg.

Shibuya in Tokio

Tag 4: Gärten, Aussicht und Gassen

  • Shinjuku-Gyoen: großer Stadtgarten mit japanischen, englischen und französischen Bereichen. Je nach Saison ab 9 Uhr bis 16:30, 18 oder 19 Uhr, montags meist Ruhetag, Eintritt rund 500 Yen.
  • Aussicht im Rathaus: Die beiden Plattformen im Gebäude der Stadtverwaltung sind kostenlos. Das Südobservatorium ist bis 22 Uhr geöffnet, das Nordobservatorium kürzer. Die beste kostenlose Aussicht der Stadt.
  • Omoide-Yokocho und Golden Gai: enge Gassen mit winzigen Bars und Yakitori-Grills. Die meisten Lokale öffnen am späten Nachmittag. Manche Bars verlangen einen Sitzplatzzuschlag, frag im Zweifel vorher.

Shinjuku bei Nacht in Tokio

Tag 5: Digitale Kunst und Skyline

  • teamLab Borderless in Azabudai Hills: begehbare Lichtwelten ohne feste Wege. Tickets mit Zeitfenster, meist 10 bis 21 Uhr, Preise dynamisch ab etwa 3.800 Yen.
  • teamLab Planets in Toyosu: barfuß durch Wasser und weiche Installationen, noch immersiver. Ebenfalls mit Zeitfenster. Pack kurze Hosen ein, du läufst tatsächlich durch knietiefes Wasser.
  • Odaiba oder Tokyo Tower: Odaiba bietet Buchtblick und Promenaden, der Tokyo Tower klassisches Lichterpanorama. Das Main Deck ist bis 23 Uhr geöffnet, Eintritt rund 1.500 Yen.

Digitale Lichtinstallation bei teamLab

Tag 6: Märkte, Kaiserpalast und Theater

  • Tsukiji Outer Market: Frühstück zwischen Fischhändlern und Sushi-Bars, am besten zwischen 8 und 11 Uhr.
  • Toyosu-Thunfischauktion: Der Besuchergang hinter Glas ist ab etwa 5 Uhr ohne Anmeldung zugänglich. Für die nähere Plattform brauchst du einen Platz aus einer monatlichen Verlosung. Die Auktion läuft etwa von 5:30 bis 6:30 Uhr.
  • Ostgärten des Kaiserpalasts: Mauern, Gräben und Wiesen, frei zugänglich. Montags und freitags geschlossen.
  • Kabuki-za in Ginza: Am Vorstellungstag bekommst du Tickets für einzelne Akte, oft zwischen 1.000 und 2.600 Yen. Ein guter Einstieg, wenn dir eine ganze Vorstellung zu lang ist.
  • Akihabara: Elektronik, Retro-Spiele und Anime. Viele Läden von 11 bis 20 Uhr.

Toyosu Fischmarkt in Tokio

Tag 7: Tagesausflug ins Umland

  • Kamakura: Tempelstadt am Meer, rund eine Stunde ab Shinjuku. Der Große Buddha ist von 8 bis 17:30 Uhr zugänglich, im Winter kürzer, Eintritt 300 Yen, das Innere der Statue kostet einen kleinen Aufpreis.
  • Hakone: Berge, Onsen, Seilbahn und Ausflugsschiffe auf dem Ashi-See. Der Romancecar fährt ab Shinjuku in etwa 85 Minuten. Der Hakone Freepass deckt Schiff, Seilbahn und Zubringer ab und lohnt sich fast immer.
  • Nikko ist die dritte gute Option, mit reich verzierten Schreinanlagen im Bergwald.

Großer Buddha in Kamakura

Die Route anpassen

  • Bei Regen: Museen in Ueno, teamLab, Kaufhäuser und die überdachten Einkaufsstraßen vorziehen, Gärten und Aussichtsplattformen nach hinten schieben.
  • Mit Kindern: Naturkundemuseum in Ueno, teamLab Planets und Odaiba funktionieren besonders gut.
  • Nur fünf Tage: Streiche Tag 6 und den Tagesausflug, dann hast du die Essenz.
  • Im Hochsommer: Verleg Außenprogramm auf den frühen Morgen und Abend, mittags in klimatisierte Museen.

Praktische Tipps

  • Montags haben viele Museen und Gärten geschlossen, plane das ein.
  • Beliebte Ziele mit Zeitfenster früh buchen, vor allem Shibuya Sky und teamLab.
  • Kleine Läden und Schreine bevorzugen Bargeld, sonst ist Kartenzahlung üblich.
  • Die letzten Bahnen fahren meist gegen Mitternacht, danach wird das Taxi teuer.
  • Nimm einen kleinen Beutel für Müll mit, öffentliche Mülleimer sind selten.

Häufige Fragen zu Tokio in sieben Tagen

Lohnt sich der Japan Rail Pass? Für eine reine Tokio-Woche nicht. Nutz eine IC-Karte oder ein Tagesticket für die U-Bahn.

Wo sollte ich wohnen? Shinjuku für die Anbindung, Asakusa oder Ueno für den Preis, der Hauptbahnhof für Tagesausflüge.

Was muss ich vorab buchen? Shibuya Sky und teamLab, beide arbeiten mit Zeitfenstern.

Wie viel Geld brauche ich? Ohne Unterkunft grob 60 bis 100 Euro pro Tag und Person.

Reichen sieben Tage? Für die Höhepunkte ja. Tokio ist so groß, dass auch ein Monat nicht reichen würde.

Fazit

Diese Woche bündelt die Essenz Tokios: Tradition in Asakusa und am Meiji-Jingu, Museen in Ueno, Panoramen über Shibuya und Shinjuku, digitale Kunst und zum Abschluss ein Tag im Umland. Wichtiger als jeder einzelne Programmpunkt ist aber, Luft zu lassen. Die besten Erinnerungen entstehen meist in der Gasse, die nicht im Plan stand.

Japan-Geschmack für zu Hause

In unserem Shiga Food Onlineshop findest du japanische Snacks, Matcha und Grüntee, Süßigkeiten und Geschenkboxen, direkt aus Japan importiert.

Japan-Genuss-Box von Shiga Food mit japanischen Spezialitäten

Weitere Ziele in Tokio und Umgebung

Entdecke weitere Reisetipps und Orte in Tokio und Umgebung:

Zurück zum Blog

Hinterlasse einen Kommentar