Kobe: Ikuta Schrein
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Der Ikuta-Schrein liegt mitten in Kobe, nur wenige Minuten von Sannomiya entfernt, zwischen Kaufhäusern und Ausgehvierteln. Er gehört zu den ältesten Schreinen Japans, und er hat der Stadt ihren Namen gegeben. In diesem Beitrag erfährst du, was diesen Ort ausmacht und worauf du beim Besuch achten solltest.
Kobe ist nach diesem Schrein benannt
Das wissen selbst viele Besucher nicht: Der Name der Stadt geht direkt auf den Ikuta-Schrein zurück.
Früher wurden bedeutenden Schreinen Haushalte zugeteilt, die für ihren Unterhalt aufkamen. Diese Haushalte hießen kanbe. Aus der Bezeichnung für die Leute, die dem Ikuta-Schrein dienten, wurde im Lauf der Jahrhunderte der Ortsname Kobe.
Wer also durch die Millionenstadt läuft, bewegt sich durch einen Ort, der nach den Dienern eines Schreins heißt, der heute zwischen Kaufhäusern steht.

Geschichte
Der Überlieferung nach wurde der Schrein im 3. Jahrhundert von der legendären Kaiserin Jingu gegründet, womit er zu den ältesten des Landes zählt. Verehrt wird Wakahirume, eine Gottheit, die mit Weben, Schutz und Verbundenheit in Zusammenhang gebracht wird. Entsprechend kommen viele Menschen hierher, um für Partnerschaft und gute Beziehungen zu beten. In Kobe nennt man ihn liebevoll Ikuta-san.
Der Wald hinter dem Schrein taucht bereits in der klassischen japanischen Dichtung auf. Im 12. Jahrhundert war die Gegend Schauplatz von Kämpfen zwischen den Clans Taira und Minamoto, deren Auseinandersetzung Japan für Jahrhunderte prägte.
Ein Ort, der immer wieder aufgebaut wurde
Was den Schrein für die Menschen in Kobe besonders macht, ist seine Geschichte im 20. Jahrhundert. Er wurde bei den Luftangriffen des Zweiten Weltkriegs zerstört und beim schweren Erdbeben von 1995 erneut stark beschädigt. Beide Male wurde er wieder aufgebaut.
Auf dem Gelände steht ein großer Kampferbaum, der beides überstanden hat. Er gilt als Sinnbild für den Wiederaufbau der Stadt, und viele Menschen legen dort kurz die Hand an den Stamm.
Was du vor Ort tun kannst
- Beten: am Wasserbecken die Hände reinigen, dann an der Haupthalle eine Münze einwerfen, zweimal verbeugen, zweimal klatschen, still den Wunsch formulieren, einmal verbeugen. Mehr dazu in unserem Beitrag zur religiösen Etikette.
- Wunschtafeln und Amulette: Die Amulette für Partnerschaft sind hier besonders beliebt.
- Ein Tempelsiegel ins Pilgerheft eintragen lassen.
- Den Wald besuchen: Hinter den Gebäuden liegt ein kleines Stück alter Baumbestand mit kurzen Wegen. Nach dem Lärm der Einkaufsstraße ist der Kontrast bemerkenswert.

Praktische Angaben
- Eintritt: frei
- Geöffnet: in der Regel von 7 bis 17 Uhr, im Sommer teils länger. Amulette und Siegel gibt es meist ab 9 Uhr.
- Anfahrt: rund zehn Gehminuten von den Bahnhöfen in Sannomiya, egal mit welcher Linie du ankommst.
- Zeitbedarf: 20 bis 30 Minuten, mit Wald etwas mehr.
Wann du kommen solltest
- Früh am Morgen: dann ist es still, und das ist mitten in der Stadt ein besonderes Erlebnis.
- Im Frühjahr: wenn die Kirschbäume blühen.
- Zu Neujahr: dann kommen sehr viele Menschen zum ersten Schreinbesuch des Jahres, entsprechend lebhaft ist es.
Gut kombinierbar
Der Schrein liegt zentral, du kannst ihn also leicht mit anderem verbinden: mit einem Bummel durch Sannomiya, mit dem Aufstieg ins Viertel Kitano mit seinen westlichen Villen oder mit dem Stadtmuseum unten am ehemaligen Ausländerviertel.
Häufige Fragen zum Ikuta-Schrein
Kostet der Besuch Eintritt? Nein, das Gelände ist frei zugänglich.
Warum heißt Kobe wie der Schrein? Umgekehrt: Die Stadt ist nach den Haushalten benannt, die den Schrein unterhielten.
Wie lange brauche ich? 20 bis 30 Minuten reichen, mit dem Wald dahinter etwas länger.
Wofür beten die Leute hier? Vor allem für Partnerschaft und gute Beziehungen.
Wie komme ich hin? Rund zehn Minuten zu Fuß von Sannomiya, dem zentralen Bahnhofsknoten.
Fazit
Der Ikuta-Schrein ist der Ort, an dem Kobe anfängt, im wortwörtlichen Sinn. Er ist älter als fast alles in dieser Stadt, wurde zweimal zerstört und zweimal wieder aufgebaut, und er steht heute zwischen Kaufhäusern und Bars, als wäre das das Selbstverständlichste der Welt. Zehn Gehminuten vom Bahnhof, kostenlos, und ein sehr guter Startpunkt für einen Tag in Kobe.
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