Arima Onsen in Kobe erleben mit Kin no Yu und Tsuzumigataki Park

Arima Onsen in Kobe erleben mit Kin no Yu und Tsuzumigataki Park

Arima Onsen liegt in den Bergen nördlich von Kobe und gehört zu den ältesten Thermalorten Japans. Enge Gassen, alte Gasthäuser und zwei sehr unterschiedliche Quellarten machen den Ort aus. Und das Beste daran: Von Kobe bist du in einer halben Stunde da. In diesem Beitrag erfährst du, was die beiden Quellen unterscheidet und wie du hinkommst.

Gassen und Gasthäuser im Onsen-Ort Arima bei Kobe

Anfahrt

  • Am einfachsten: Direktbus ab Sannomiya in Kobe, rund 30 Minuten.
  • Mit der Bahn: ab Kobe mit mehrfachem Umsteigen bis zur Station Arima Onsen, ebenfalls rund eine halbe Stunde.
  • Ab Osaka etwa eine Stunde, per Bus oder Bahn.
  • Die schönste Variante: über den Rokko-Berg. Von dort schwebst du in zwölf Minuten mit der Seilbahn über ein bewaldetes Tal direkt nach Arima. Aussicht am Nachmittag, Bad am Abend.

Ein Ort mit sehr langer Geschichte

Arima zählt zu den drei ältesten Thermalorten Japans und wird bereits in den frühesten Chroniken des Landes aus dem 8. Jahrhundert erwähnt.

Seine Blütezeit verdankt der Ort einem prominenten Gast: Der Feldherr Toyotomi Hideyoshi, der Japan im 16. Jahrhundert einte, kam immer wieder hierher und ließ den Ort nach einem schweren Erdbeben wieder aufbauen. An ihn und seine Frau erinnern bis heute Straßennamen, ein Museum und ein Fest im Herbst.

Die zwei Quellen

Das ist die Besonderheit von Arima, denn hier treten zwei völlig verschiedene Wasser aus dem Boden.

Das goldene Wasser

Es ist sehr eisen- und salzhaltig, und zwar in einer Konzentration, die selbst in Japan ihresgleichen sucht. Unter der Erde ist es klar. Erst wenn es an die Luft kommt, oxidiert das Eisen, und das Wasser färbt sich rotbraun. Es wirkt kräftig wärmend, und das Salz sorgt dafür, dass die Wärme lange anhält.

Gebadet wird darin im Kin no Yu mitten im Ort.

  • Eintritt rund 800 Yen, an manchen Wochentagen günstiger
  • Geöffnet in der Regel von 8 bis 22 Uhr, letzter Einlass gegen 21:30 Uhr
  • Ruhetag meist am zweiten und vierten Dienstag im Monat

Das silberne Wasser

Es ist klar, kohlensäurehaltig und enthält Radium. Es fühlt sich leichter an als das goldene und gilt als das mildere von beiden. Das zugehörige Bad heißt Gin no Yu und liegt wenige Gehminuten entfernt, der Eintritt liegt bei rund 700 Yen.

Unser Tipp: Nimm das Kombiticket für beide Bäder, das kostet rund 1.200 Yen. Beide hintereinander zu probieren ist der eigentliche Reiz von Arima, weil der Unterschied so deutlich ist.

Wenn du dich nicht ausziehen willst

Ein japanisches Bad bedeutet: ohne Kleidung, vorher gründlich duschen, kein Handtuch ins Wasser. Wie das genau abläuft, steht in unserem Onsen-Beitrag.

Falls dir das zu viel ist, gibt es eine gute Alternative: Im Ort stehen öffentliche Fußbäder, teils kostenlos. Du setzt dich hin, krempelst die Hosenbeine hoch und bekommst denselben Effekt in klein.

Ein Hinweis für Tätowierte: Viele öffentliche Bäder in Japan verweigern den Zutritt mit sichtbaren Tätowierungen. Frag im Zweifel vorher nach oder such dir eine Unterkunft mit privatem Bad.

Der Wasserfall im Park

Wenige Gehminuten vom Zentrum liegt der Tsuzumigataki-Park. Sein Wasserfall ist nach einer japanischen Handtrommel benannt, weil das aufschlagende Wasser einen trommelartigen Klang erzeugt.

Der Park ist ein ruhiger Gegenpol zu den vollen Gassen, besonders schön zur Kirschblüte und im Herbst.

Der Tsuzumigataki-Wasserfall im Park bei Arima Onsen

Was du probieren solltest

  • Tansan Senbei: hauchdünne, knusprige Waffeln, die ursprünglich mit dem kohlensäurehaltigen Quellwasser gebacken wurden. Sie sind das klassische Mitbringsel des Ortes, und in mehreren Läden werden sie frisch gebacken. Warm schmecken sie noch einmal deutlich besser.
  • Arima Cider: eine süße Limonade, ebenfalls auf das kohlensäurehaltige Wasser zurückgehend.
  • Sansho: der japanische Bergpfeffer, der in der Region angebaut wird und leicht prickelnd schmeckt.

Tansan Senbei, eine Spezialität aus Arima

Ein Vorschlag für den Tag

  1. Vormittags mit der Seilbahn auf den Rokko und dort spazieren.
  2. Am frühen Nachmittag mit der Seilbahn hinunter nach Arima.
  3. Durch die Gassen bummeln und frisch gebackene Senbei probieren.
  4. Beide Bäder nacheinander, goldenes und silbernes Wasser.
  5. Zum Ausklang in den Park am Wasserfall.

Wer mehr Zeit hat, übernachtet in einem der traditionellen Gasthäuser. Dort ist das Abendessen meist im Preis enthalten, und du kannst abends und morgens baden.

Häufige Fragen zu Arima Onsen

Wie komme ich hin? Mit dem Direktbus ab Sannomiya in rund 30 Minuten oder über den Rokko-Berg mit der Seilbahn.

Was unterscheidet die beiden Quellen? Das goldene Wasser ist eisen- und salzhaltig und färbt sich an der Luft rotbraun, das silberne ist klar und kohlensäurehaltig.

Was kostet ein Bad? Rund 800 Yen, das Kombiticket für beide Bäder rund 1.200 Yen.

Muss ich mich ausziehen? In den Bädern ja. Wer das nicht möchte, nutzt die öffentlichen Fußbäder im Ort.

Was ist das typische Mitbringsel? Tansan Senbei, die dünnen knusprigen Waffeln aus dem Quellwasser.

Fazit

Arima ist der einfachste Weg, einen echten japanischen Thermalort zu erleben, ohne lange Anreise. Ein Ort, in dem schon vor über tausend Jahren gebadet wurde, zwei Quellen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, und dazu frisch gebackene Waffeln in den Gassen. Nimm das Kombiticket und probier beide Bäder, dann verstehst du, warum die Japaner seit Jahrhunderten hierherkommen.

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