Aoshima und Udo-Schrein in Miyazaki entdecken
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Miyazaki gehört zu den Reisezielen in Japan, die viele Reisende erst spät entdecken. Dabei bietet die Präfektur im Süden von Kyushu genau das, was Japan so besonders macht: beeindruckende Natur, alte Legenden, ruhige Schreine, regionale Kultur und eine Küstenlandschaft, die fast tropisch wirkt.
Zwei der schönsten Orte in Miyazaki sind Aoshima und der Udo-Schrein. Beide liegen an der Küste und lassen sich gut miteinander kombinieren. Während Aoshima für Palmen, Strand und die berühmten Felsformationen „Oni no Sentakuita“ bekannt ist, beeindruckt der Udo-Schrein mit seiner Lage in einer Meeresgrotte direkt an den Klippen.
Wer Japan abseits von Tokio, Kyoto und Osaka erleben möchte, sollte Miyazaki unbedingt auf die Reiseroute setzen.
Aoshima: Eine kleine Insel mit besonderer Atmosphäre
Aoshima ist eine kleine, rund 1,5 Kilometer große subtropische Insel vor der Küste von Miyazaki. Sie ist über eine Fußgängerbrücke mit dem Festland verbunden und kann bequem zu Fuß erkundet werden. Schon der Weg zur Insel fühlt sich besonders an: Meerblick, Palmen, frische Luft und eine entspannte Küstenstimmung.
Im Zentrum der Insel liegt der Aoshima-Schrein. Er ist von subtropischen Pflanzen umgeben und wird mit der bekannten Meeresgott-Legende um Yamasachihiko, das „Glück des Berges“, verbunden. Dadurch wirkt er ganz anders als viele Schreine in den großen Städten Japans: ruhig, grün und fast ein wenig geheimnisvoll.
Besonders sehenswert sind:
- der Aoshima-Schrein mitten auf der Insel
- die subtropische Pflanzenwelt rund um den Schrein
- der Blick auf das Meer und die Küste von Miyazaki
- die Felsformation „Oni no Sentakuita“
- der entspannte Strandbereich am Festland
Aoshima eignet sich perfekt für einen halben Tag, besonders wenn man langsam spazieren, fotografieren und die ruhige Seite Japans genießen möchte.

Oni no Sentakuita: Das Waschbrett der Dämonen
Rund um Aoshima sieht man eine außergewöhnliche Felsformation, die auf Japanisch „Oni no Sentakuita“ genannt wird. Übersetzt bedeutet das etwa „Waschbrett der Dämonen“, auf Englisch heißt der Ort oft „Devil’s Washboard“. Die regelmäßigen Rippen sind über lange Zeit durch die Wellen aus dem Gestein gewaschen worden und stehen als Naturdenkmal unter Schutz.
Die Felsen sehen aus wie lange, regelmäßige Linien, die sich entlang der Küste ausbreiten. Besonders bei Ebbe kommen sie gut zur Geltung. Dann erkennt man, warum dieser Ort zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten in Miyazaki gehört.
Für Reisende ist Oni no Sentakuita ein schöner Fotospot, aber auch ein Ort, an dem man die Verbindung zwischen Natur und japanischer Mythologie spürt. Viele Landschaften in Japan wirken nicht nur schön, sondern erzählen gleichzeitig Geschichten. Genau dieses Gefühl bekommt man auf Aoshima sehr deutlich.

Udo-Schrein: Einer der eindrucksvollsten Schreine in Kyushu
Der Udo-Schrein, auf Japanisch Udo Jingu, liegt südlich von Miyazaki an der Nichinan-Küste, rund 40 Kilometer von der Stadt entfernt. Schon die Anfahrt ist ein Erlebnis, denn die Straße führt entlang des Meeres, vorbei an Klippen, grünen Hügeln und Aussichtspunkten.
Das Besondere am Udo-Schrein ist seine Lage. Die leuchtend rote Haupthalle befindet sich in einer Höhle direkt an der Küste, die über Jahrtausende von den Wellen aus dem Fels gewaschen wurde. Ungewöhnlich ist auch, dass man zum Schrein hinabsteigt statt hinauf, ein sogenannter absteigender Schrein. Man geht über Treppen und Wege hinunter, hört das Meer rauschen und sieht schließlich die roten Schreingebäude vor der dunklen Felswand.
Verehrt wird hier Ugayafukiaezu, der Vater des legendären ersten Kaisers Jimmu. Passend dazu wird der Schrein vor allem mit diesen Themen verbunden:
- Glück in der Ehe
- Familie und Kindersegen
- sichere Geburt
- Schutz und gutes Schicksal
- japanische Mythen und Legenden
In der Höhle sieht man zwei brustförmige Felsen, aus denen Wasser tropft. Der Legende nach nähren sie den hier aufgewachsenen Gott, und das Wasser gilt bis heute als Symbol für Fruchtbarkeit. Auch wer Japan nicht aus religiöser Sicht bereist, erlebt den Udo-Schrein als beeindruckenden Ort. Die Lage allein macht den Besuch unvergesslich.

Undama: Glückskugeln am Udo-Schrein werfen
Eine bekannte Tradition am Udo-Schrein ist das Werfen kleiner Glückskugeln, die „Undama“ genannt werden. Man bekommt sie am Schrein (fünf Stück für 200 Yen) und versucht, sie auf einen schildkrötenförmigen Felsen unterhalb des Schreins zu werfen, den Kame-ishi. In der Mitte markiert ein Seil eine kleine Vertiefung als Ziel.
Landet die Kugel im Ziel, soll das Glück bringen. Traditionell werfen Männer mit der linken und Frauen mit der rechten Hand. Die Kugeln werden übrigens von Schulkindern aus der Region hergestellt, und die Einnahmen fließen zurück an die Schulen.
Gerade für Reisende ist das eine Erinnerung, die man nicht so schnell vergisst. Man steht an der Küste, hört das Meer und versucht mit etwas Geschick und Glück, die Kugel ins Ziel zu werfen.
Aoshima und Udo-Schrein als Tagesausflug
Aoshima und der Udo-Schrein lassen sich gut als Tagesausflug kombinieren. Am besten startet man morgens in Aoshima, besucht den Schrein, läuft um die Insel und schaut sich die Felsformationen an. Danach kann man weiter entlang der Küste zum Udo-Schrein fahren.
Mit dem Auto ist diese Route besonders angenehm, da man unterwegs flexibel an Aussichtspunkten anhalten kann. Wer ohne Auto reist, kann den Bus ab Miyazaki nehmen, der unterwegs auch in Aoshima hält, sollte die Verbindungen aber vorher prüfen, da sie je nach Tageszeit eingeschränkt sein können.

Warum Miyazaki perfekt für Japan-Fans ist
Miyazaki zeigt eine Seite Japans, die sich deutlich von den bekannten Großstädten unterscheidet. Hier geht es weniger um volle Bahnhöfe, Einkaufsstraßen und Hochhäuser. Stattdessen erlebt man Natur, Meer, regionale Kultur und ruhige Orte mit viel Geschichte.
Gerade für Japan-Fans ist Miyazaki spannend, weil die Präfektur viele Elemente verbindet, die man mit Japan verbindet:
- Schreine und Spiritualität
- Mythen und alte Legenden
- regionale Esskultur
- Küstenlandschaften
- subtropische Natur
- ruhigere Reiseziele abseits der Massen
Aoshima und der Udo-Schrein sind ideale Orte, um Japan langsamer und bewusster zu erleben.

Reisetipps für Aoshima und den Udo-Schrein
Für den Besuch von Aoshima und Udo Jingu solltest du etwas Zeit einplanen. Beide Orte wirken am besten, wenn man sie nicht hektisch besucht.
Praktische Tipps:
- Aoshima am besten bei Ebbe besuchen, damit man die Felsformationen gut sieht
- für den Udo-Schrein bequeme Schuhe tragen, es geht über Treppen
- im Sommer Sonnenschutz und Wasser mitnehmen
- für Fotos lohnt sich ein Besuch am Vormittag oder späteren Nachmittag
- mit dem Auto ist die Küstenroute besonders angenehm
- wer mit Bus oder Bahn reist, sollte Verbindungen vorher prüfen
Fazit: Aoshima und Udo-Schrein gehören zu den schönsten Orten in Miyazaki
Aoshima und der Udo-Schrein zeigen Japan von einer besonders schönen Seite. Die kleine Insel Aoshima wirkt tropisch, ruhig und freundlich. Der Udo-Schrein dagegen ist dramatisch, mystisch und beeindruckend.
Zusammen ergeben beide Orte einen perfekten Tagesausflug an der Küste von Miyazaki. Wer Japan abseits der klassischen Golden Route erleben möchte, findet hier Meer, Natur, Schreine und japanische Kultur in einer besonders stimmungsvollen Kombination.
Miyazaki ist vielleicht nicht das erste Ziel, an das viele bei einer Japanreise denken. Genau das macht den Reiz aus. Aoshima und der Udo-Schrein zeigen, wie vielfältig Japan sein kann.
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