Die Top 6 Aussichtsplattformen in Tokio

Die Top 6 Aussichtsplattformen in Tokio

Tokio hat keine klassische Skyline mit einem Zentrum, sondern gleich mehrere. Deshalb lohnt sich hier mehr als eine Aussichtsplattform: Je nach Stadtteil siehst du ein völlig anderes Bild der Stadt. Wir stellen dir sechs Plattformen vor, mit Praxistipps zu Tickets, Uhrzeit und Kombinationsmöglichkeiten.

Tokyo Skytree, Sumida

Mit 634 Metern ist der Skytree das höchste Bauwerk Japans und der höchste Turm der Welt. Er dient vor allem als Sende- und Fernsehturm und ist schon von weitem zu sehen.

Es gibt zwei Ebenen:

  • das Tembo Deck auf 350 Metern, mit Café, Restaurant und Shop
  • die Tembo Galleria auf 450 Metern, eine spiralförmige Rampe entlang der Außenwand, die separat kostet

Der Zugang liegt im vierten Stock. Tickets sind online mit fester Zeit meist günstiger als spontan vor Ort. Direkt darunter liegt das Einkaufszentrum Tokyo Solamachi, dazu das Sumida Aquarium, damit lässt sich ein Regentag gut füllen.

Tokyo Skytree über den Dächern von Sumida

Blick vom Tokyo Skytree über die Stadt

Tokyo Tower, Minato

Der rote Tokyo Tower steht seit 1958 und ist mit 333 Metern das nostalgische Wahrzeichen der Stadt. Seit der Skytree die Sendeaufgaben übernommen hat, dient er vor allem als Reserve und als Touristenziel.

Auch hier gibt es zwei Ebenen:

  • das Main Deck auf 150 Metern, mit Glasboden-Elementen
  • das Top Deck auf 250 Metern, nur mit gesonderter, zeitgebundener Führung, die du vorab buchen solltest

Von oben siehst du die Bucht von Tokio, Teile der Rainbow Bridge und bei guter Sicht den Fuji. Unser Eindruck: Für den klassischen Rundumblick ist der Tokyo Tower nach wie vor eine der besten Adressen.

Roter Tokyo Tower vor blauem HimmelBlick vom Tokyo Tower über Minato

Rathaus Shinjuku, kostenlos

Das Tokyo Metropolitan Government Building ist die einzige kostenlose Plattform in dieser Liste. Beide Türme haben auf der 45. Etage eine Aussichtsebene in 202 Metern Höhe.

Wichtig für die Planung: Die Südseite hat bis 22 Uhr geöffnet und ist damit die bessere Wahl für Nachtaufnahmen, die Nordseite schließt schon um 17:30 Uhr. Die Südseite ist am ersten und dritten Dienstag im Monat zu, die Nordseite am zweiten und vierten Montag. Mehr dazu findest du in unserem Beitrag zu Shinjuku.

Blick vom kostenlosen Aussichtsgeschoss des Rathauses in Shinjuku

Sunshine 60, Ikebukuro

Die Plattform im 60. Stock gehört zum Komplex Sunshine City. Nach dem Umbau wirkt sie weniger wie eine klassische Aussichtsetage, sondern eher wie ein Park in der Höhe, mit Rasenoptik, Liegen und wechselnder saisonaler Gestaltung.

Der große Vorteil ist die Kombination: Im selben Komplex findest du ein Pokémon Center, einen Laden mit Ghibli-Artikeln, ein Aquarium, ein Planetarium und eine zentrale Bühne, die du aus mehreren Etagen gleichzeitig einsehen kannst. Für Familien und für Regentage ist das die praktischste Adresse der Liste.

Hochhaus Sunshine 60 in IkebukuroAusblick aus dem 60. Stock des Sunshine 60

Shibuya Sky, Shibuya

Shibuya Sky liegt auf dem Dach des Shibuya Scramble Square, rund 230 Meter über der berühmten Kreuzung, und ist größtenteils unter freiem Himmel. Genau das macht den Reiz aus, denn du stehst tatsächlich draußen über der Stadt.

Ehrlich gesagt haben wir es selbst noch nicht hinauf geschafft, weil wir zu spät an die Reservierung gedacht haben. Genau das ist der wichtigste Tipp: Tickets sind zeitgebunden, Sonnenuntergangs-Slots sind oft Tage im Voraus ausgebucht, und online kaufst du meist günstiger. Bei starkem Wind oder Regen bleibt die Dachfläche geschlossen. Mehr zum Viertel findest du in unserem Beitrag zu Shibuya.

Hochhaus Shibuya Scramble Square mit der Dachplattform Shibuya Sky

Azabudai Hills, Mori JP Tower, Minato

Mit 325 Metern ist der Mori JP Tower das höchste Gebäude Japans. Bemerkenswert: Er bietet mehr nutzbare Fläche als der deutlich höhere Burj Khalifa, unter anderem weil hier auch gewohnt wird.

Die unteren Ebenen sind öffentlich zugänglich, mit Geschäften, Gastronomie und einer internationalen Schule. Auch das Museum teamLab Borderless gehört zum Komplex Azabudai Hills, liegt aber nicht im Turm selbst, sondern im Untergeschoss der benachbarten Garden Plaza B.

Unser ehrliches Fazit zur Aussicht: Zugänglich ist nur ein Teil der Fläche, ein echter Rundumblick ist deshalb nicht möglich, und die Ebene liegt nicht in den obersten Etagen, die den Bewohnern vorbehalten sind. Wenn du dich zwischen beiden entscheiden musst, würden wir den Tokyo Tower vorziehen.

Mori JP Tower im Viertel Azabudai Hills

Welche Plattform passt zu dir

  • Wenig Budget: Rathaus Shinjuku, kostenlos und mit langen Öffnungszeiten auf der Südseite
  • Bestes Foto der Stadt bei Nacht: Shibuya Sky, wenn du rechtzeitig buchst
  • Höchster Punkt: Tokyo Skytree, vor allem bei klarer Luft im Winter
  • Nostalgie und Rundumblick: Tokyo Tower
  • Mit Kindern oder bei Regen: Sunshine 60 mit dem gesamten Komplex

Häufige Fragen zu Aussichtsplattformen in Tokio

Welche Plattform ist kostenlos? Das Rathaus in Shinjuku. Auch einige Bürogebäude wie das Caretta Shiodome haben frei zugängliche Etagen.

Wann ist die Sicht am besten? Im Herbst und Winter, besonders am frühen Morgen nach einer klaren Nacht. Dann stehen die Chancen auf den Fuji am besten.

Muss ich vorab buchen? Bei Shibuya Sky ja, beim Top Deck des Tokyo Tower ebenfalls. Beim Skytree ist es günstiger, beim Rathaus gar nicht nötig.

Lohnt sich die obere Ebene beim Skytree? Nur bei sehr guter Sicht. Der Unterschied zwischen 350 und 450 Metern ist kleiner, als der Aufpreis vermuten lässt.

Wie viele Plattformen sollte ich besuchen? Zwei reichen völlig, am besten eine bei Tag und eine bei Nacht, in unterschiedlichen Stadtteilen.

Fazit

Ob modern, nostalgisch oder kostenlos: Tokios Aussichtsplattformen zeigen jeweils eine andere Stadt. Am meisten hast du davon, wenn du den Besuch mit dem Viertel drumherum verbindest, also Skytree mit Asakusa, Shibuya Sky mit dem Abend in Shibuya und das Rathaus mit dem Shinjuku Gyoen.

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