Odori Park und Sapporo Autumn Festival erleben
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Der Odori-Park zieht sich als schmaler grüner Streifen quer durch die Innenstadt von Sapporo und ist so etwas wie das Wohnzimmer der Stadt. Fast alle großen Feste finden hier statt, im Herbst wird er zur größten Freiluft-Gourmetmeile Hokkaidos. In diesem Beitrag erfährst du, was den Park ausmacht und wie du das Autumn Festival am besten angehst.
Der Odori-Park
Odori bedeutet große Straße, und genau das war dieser Streifen ursprünglich: eine breite Schneise, die beim Aufbau der Stadt im 19. Jahrhundert als Brandschutzgrenze angelegt wurde. Heute erstreckt er sich über rund 1,5 Kilometer und zwölf Blöcke, vom Fernsehturm im Osten bis zum ehemaligen Berufungsgericht im Westen.
Dazwischen liegen Rasenflächen, Blumenbeete, Springbrunnen, Spielplätze und viele Bänke. Anfahrt mit der Namboku- oder der Toho-Linie bis Odori, vom Hauptbahnhof sind es zu Fuß rund zehn Minuten.
Am Ostende steht der Fernsehturm mit gut 147 Metern. Die Aussichtsplattform auf rund 90 Metern kostet etwa 1.000 Yen, und von dort siehst du den Park als gerade grüne Achse bis zum anderen Ende, das ist das klassische Sapporo-Foto.


Der Festkalender des Parks
Wenn du deine Reise flexibel planen kannst, lohnt ein Blick auf den Kalender. Der Park ist fast das ganze Jahr über Bühne:
- Februar: das Schneefestival mit den großen Schnee- und Eisskulpturen, mehr dazu in unserem eigenen Beitrag
- Mai: das Fliederfest, wenn die Bäume der Stadt blühen
- Juni: das Yosakoi-Soran-Festival mit tausenden Tänzern
- Juli und August: der große Biergarten unter freiem Himmel
- September: das Autumn Festival
- November und Dezember: die Lichtinstallationen der White Illumination
Ein Klassiker außerhalb der Feste sind die kleinen Maiswagen im Park, an denen von Frühjahr bis Herbst gegrillter und gekochter Mais verkauft wird. Hokkaido-Mais ist auffällig süß, das lohnt sich wirklich.
Das Sapporo Autumn Festival
Im September verwandelt sich der Park in eine durchgehende Essensmeile. Beteiligt sind Städte, Bauernhöfe und Restaurants aus ganz Hokkaido, insgesamt kommen über 300 Stände zusammen, und es kommen jedes Jahr weit über eine Million Besucher.
Wie du dich zurechtfindest: Das Festival ist nach Blöcken sortiert, und jeder Block hat ein eigenes Thema. In einem geht es um Ramen, in einem anderen um Meeresfrüchte, wieder ein anderer ist den Regionen der Insel gewidmet, dazu kommen Blöcke für Wein und Sake sowie für internationale Küche. Wer alles probieren will, läuft am besten einmal die ganze Strecke ab, bevor er sich entscheidet.
- Geöffnet ist in der Regel von 10 bis 20:30 Uhr.
- Die genauen Termine wechseln jährlich, meist liegt das Festival über rund drei Wochen im September. Prüf sie vor der Reise.
- Sitzplätze sind knapp, gerade am Wochenende und abends. Unter der Woche am frühen Nachmittag ist es deutlich entspannter.
- Halte Bargeld bereit, auch wenn viele Stände inzwischen Karten und IC-Karten akzeptieren.
- Nimm eine Jacke mit. Sapporo liegt weit im Norden, im September wird es abends kühl.





Unsere Empfehlungen
- Melonen aus Hokkaido: saftig und deutlich süßer als alles, was man bei uns bekommt
- Wagyu am Spieß, frisch vom Grill
- Krabben-Kroketten, außen knusprig, innen cremig
- Muscheln und Jakobsmuscheln direkt auf der Platte
- dazu Bier aus Sapporo oder ein Glas Wein aus Hokkaido, die Insel hat inzwischen eine eigene Weinregion



Häufige Fragen
Wann findet das Autumn Festival statt? Meist über rund drei Wochen im September. Die genauen Daten ändern sich jährlich.
Kostet der Eintritt etwas? Nein, du zahlst nur, was du isst und trinkst.
Wann ist es am angenehmsten? Unter der Woche am frühen Nachmittag. Abends und am Wochenende wird es sehr voll.
Lohnt sich der Park auch außerhalb der Festzeiten? Ja, als ruhiger Streifen mitten in der Stadt, und die Maiswagen gibt es fast das ganze Jahr.
Was kostet der Fernsehturm? Rund 1.000 Yen für die Aussichtsplattform, von dort hast du den besten Blick über den Park.
Fazit
Der Odori-Park ist der Ort, an dem Sapporo zusammenkommt: im Februar im Schnee, im Sommer beim Bier, im September beim Essen. Wenn du deine Reise um eines dieser Feste herum planen kannst, lohnt sich das. Und wenn nicht, bleibt ein schöner grüner Streifen mitten in der Stadt, mit Süßmais aus dem Wagen.
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