Sapporo erleben: Nakajima Park, Sapporo Beer Museum und Tanukikoji Shopping Street entdecken

Sapporo erleben: Nakajima Park, Sapporo Beer Museum und Tanukikoji Shopping Street entdecken

Im dritten Teil unserer Sapporo-Reihe geht es um vier Orte, die zusammen einen abwechslungsreichen Tag ergeben: einen weitläufigen Park mit einem historischen Hotel, das einzige Biermuseum Japans, die überdachte Einkaufsstraße der Stadt und ein sehr modernes Aquarium mitten im Zentrum.

Nakajima-Park und das Hoheikan

Der Nakajima-Park liegt südlich der Innenstadt und ist mit 21 Hektar groß genug, um darin eine Weile zu verschwinden. Anfahrt mit der Namboku-Linie bis Nakajima-koen, von dort sind es wenige Schritte.

Rund um den Teich führen ruhige Wege, dazu gibt es einen japanischen Garten mit Teehaus, eine Konzerthalle, ein Puppentheater und ein Literaturmuseum. Im Frühjahr blühen die Kirschbäume, im Herbst färben sich Ginkgo und Ahorn.

Das Herzstück ist das Hoheikan, ein weißes Holzgebäude im westlichen Stil aus dem Jahr 1880. Es wurde als eines der ersten Hotels westlicher Bauart in Japan errichtet, um Staatsgäste und die kaiserliche Familie zu beherbergen, und später in den Park versetzt. Heute steht es unter Denkmalschutz, ist als Museum zugänglich und wird für Hochzeiten genutzt.

  • Eintritt rund 350 Yen für Erwachsene, Studierende weniger, Kinder frei
  • An einzelnen Tagen im Monat und bei Veranstaltungen geschlossen, ein Blick auf die Website lohnt sich

Der Nakajima-Park in SapporoTeich im Nakajima-Park

Das historische Hoheikan im Nakajima-ParkWestlicher Baustil des Hoheikan

Das Sapporo Beer Museum

Sapporo Bier wird seit 1876 gebraut und ist die älteste Biermarke Japans. Das Museum ist das einzige Biermuseum des Landes und in einem Backsteinbau des 19. Jahrhunderts untergebracht, erkennbar am roten Stern auf dem Schornstein. Anfahrt: rund zehn Minuten zu Fuß ab der Station Naebo.

Es gibt zwei Varianten:

  • Kostenloser Rundgang: Du gehst allein durch die Ausstellung zur Geschichte des Brauens in Hokkaido und zur Werbekultur. Die alten Plakate sind ein eigenes Vergnügen.
  • Geführte Tour für rund 1.000 Yen: mit Film, Erklärungen und Verkostung. Sie muss vorab online gebucht werden und ist oft ausgebucht, kümmere dich also rechtzeitig darum.

Im Anschluss lohnt die Star Hall, wo du verschiedene Sorten probieren kannst. Bezahlt wird am Automaten, du bekommst Marken und tauschst sie am Tresen ein. Ein kleines Bier liegt bei rund 450 Yen, das Probierset mit drei Sorten bei etwa 1.200 Yen. Interessant ist vor allem das Kaitakushi-Bier, das nach historischem Rezept gebraut wird und nur hier ausgeschenkt wird, sowie das Sapporo Classic, das es ausschließlich in Hokkaido gibt.

Direkt daneben liegen die Restaurants des Biergärtens, in denen Jingisukan serviert wird, also Lammfleisch vom gewölbten Grill. Die Angebote mit unbegrenztem Essen und Trinken sind beliebt und sollten reserviert werden.

Das Sapporo Beer MuseumAusstellung im Sapporo Beer Museum

Die Tanukikoji-Einkaufsstraße

Tanukikoji zieht sich als überdachte Passage rund einen Kilometer durch das Zentrum, mit weit über 200 Geschäften: Mode, Souvenirs, Cafés, Restaurants, Spielhallen und ein Don Quijote. Die Straße gibt es seit dem 19. Jahrhundert und sie gehört damit zu den ältesten Einkaufsstraßen Japans.

Praktisch ist vor allem das Dach: Im Winter und bei Regen kommst du hier trocken durch die Stadt, und die Passage führt direkt in Richtung des Ausgehviertels Susukino.

Die überdachte Tanukikoji-Einkaufsstraße in Sapporo

AOAO Sapporo: Aquarium im Kaufhaus

Direkt an der Einkaufsstraße liegt AOAO Sapporo, ein Aquarium, das über mehrere Etagen eines modernen Gebäudes verteilt ist und erst vor wenigen Jahren eröffnet wurde. Der Ansatz ist ungewöhnlich: Neben den Becken gibt es Laborbereiche, in denen du Forschenden bei der Arbeit zusehen kannst, dazu digitale Kunstinstallationen, einen Raum nur für Plankton und ganz oben Pinguine.

  • Geöffnet in der Regel von 10 bis 22 Uhr, damit auch abends noch ein Ziel
  • Eintritt rund 2.200 Yen für Erwachsene, Kinder etwa die Hälfte

Das Aquarium AOAO SapporoMeeresbewohner im AOAO SapporoDigitale Installationen im AOAO Sapporo

So planst du den Tag

  1. Vormittags in den Nakajima-Park und ins Hoheikan.
  2. Mittags mit der U-Bahn zum Biermuseum, dort essen und probieren.
  3. Nachmittags durch Tanukikoji bummeln.
  4. Abends ins AOAO, das bis 22 Uhr offen hat, oder weiter nach Susukino.

Häufige Fragen

Muss ich die Bier-Tour vorab buchen? Ja, die geführte Variante mit Verkostung ist oft ausgebucht. Der Rundgang allein ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.

Kann ich im Museum auch essen? Direkt nebenan gibt es Restaurants mit Jingisukan, für die du besser reservierst.

Lohnt sich Tanukikoji bei schlechtem Wetter? Gerade dann. Die Passage ist komplett überdacht.

Ist das AOAO auch für Erwachsene interessant? Ja, es ist eher ein Ausstellungsraum mit Wissenschaftsbezug als ein klassisches Aquarium.

Wie viel Zeit brauche ich für diese Route? Einen vollen Tag, wenn du überall in Ruhe bleibst.

Fazit

Sapporo lässt sich gut zu Fuß und mit wenigen U-Bahn-Fahrten erschließen: ein Park mit Geschichte, ein Biermuseum, das die Stadtgeschichte gleich miterzählt, eine überdachte Einkaufsstraße für jedes Wetter und ein Aquarium, das bis in den Abend hinein offen hat. Genau diese Mischung macht die Stadt so unkompliziert.

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